Steuersenkungen als Mittel zum Konjunkturanschub

04. Juni 2020

Und wieder werden Steuersenkungen als Mittel zum Konjunkturanschub mißbraucht. Ich bin es leid, leid; ich bin es so leid. Ich bin diese Scheiße einfach leid. Ich kann es nicht mehr hören und lesen. Es verursacht psychische Schmerzen und massive Gewaltphantasien gegen diejenigen Politiker, die den immer gleichen Unsinn verkünden und verzapfen. Und diesmal wird es noch grotesker: Herr Scholz geht davon aus (er erwartet), das die Unternehmen die nicht zu entrichtenden Steuern an ihre Kunden weitergeben. Ich möchte gern wissen, was dieser Mensch raucht oder sonst so einnimmt. Das möchte ich nämlich auch verschrieben haben!

 

Hat euch droben in eurem neoliberalen Berliner Elfenbeinturm denn noch niemand gesagt, daß das noch niemals auf der Welt jemals funktioniert hat? Noch nie seit es den Kapitalismus gibt; davor auch nicht. Und das wird auch in Zukunft nie funktionieren: Steuersenkungen kurbeln den privaten Konsum nicht an! Können sie nicht. Sie werden einfach nicht auf die Endpreise umgelegt, denn Steuersenkungen kommen dem Ziel der Gewinnmaximierung entgegen. Sie vergrößern die Gewinnspanne. Und Gewinnmaximierung ist das Ziel eines jeden Unternehmens im Kapitalismus. Punkt.

 

Jetzt wage ich mal eine Prognose für die Zeit danach: die Preise werden jetzt nicht fallen aber zum Ende der Maßnahmen werden sie steigen. Und man wird das Ende der Maßnahmen als Ausrede dafür mißbrauchen, die Preise anheben zu müssen. Weil.. man hat sie ja vorher gesenkt (in der Hoffnung, es wird sich schon niemand mehr daran erinnern, das das gar nicht geschehen ist - und man wird wie immer damit durchkommen).

 

Herr Scholz: massiv höhere Löhne steigern die Nachfrage. Sonst nichts. Aber die Doktrin / die Religion des Neoliberalismus lässt andere Möglichkeiten einfach nicht zu. Also wird nach Schema A weiter umverteilt. Setzen: 6

 

Siehe auch bei fefe