500 Milliarden Corona-Hilfe in der EU - Woher kommt das Geld?

24. April 2020

Die Antwort ist ganz einfach. Und eines möchte ich gleich voranstellen: Nein, es wird nicht gedruckt!

 

Also, woher kommt das Geld? Antwort: Es wird im Computer generiert - per simpler Addition. Da ist ein Konto X und diesem Konto wird ein Betrag Y gutgeschrieben. Fertig! Es existiert in Wirklichkeit nicht. Es ist reines FIAT-Geld (nicht das des italienischen Autoherstellers 😉) Und jetzt sollte eigentlich jedem klar sein, das dieses "Geld" auf genau die gleiche Art und Weise verschwinden kann. Und in der Tat funktioniert auf so simple Art und Weise das Kreditwesen. Nachdem ein Kredit getilgt wurde oder geplatzt ist, verschwindet dieses Geld, i.e. diese Forderung, wieder. Simple Buchhaltung. No Need for Wissenschaft.

 

Das echte Geld hingegen hat der Schuldner zurückgezahlt, indem er einen Teil seines physikalischen Einkommens an die Bank zahlte - plus etwas mehr in Form von Zinsen und Zinseszinsen. Und dafür hat der Schuldner gearbeitet, hat vielleicht ein Haus gebaut (und damit Handwerker bezahlt, die wiederum...), hat sich gekleidet, hat gegessen getrunken und vielleicht auch ein Auto gekauft. Der Staat hat ein Brücke saniert, eine Autobahn bauen lassen, Schulen, Universitäten, Krankenhäuser, Feuerwehr- und Polizeistationen. Hat in Forschung und Entwicklung investiert - und so weiter. Und im Endeffekt sind es immer Menschen, die etwas mit diesem aus dem Nichts geschöpften Geld tun. An der Stelle wird es quasi real. Trotzdem arbeitet es nicht: der Mensch arbeitet.

 

Und noch ein Hinweis an diejenigen, die es noch nicht ganz kapiert haben: Wenn sich keiner verschuldet (i.e. es werden keine Kredite vergeben) kann es auch keine Zinsen geben. Klingt logisch, oder? Wie war das nochmal mit der privaten Altersvorsorge, die seit Jahren quasi keine Zinsen abwirft? Viel Spass beim verprassen eurer Spareinlagen! 😎 Mit der umlagefinanzierten Rente (zur Erinnerung an den gestern verstorbenen Norbert Blüm: "Die Rente ist sischer" - wie Recht er hatte!) wäre das nicht passiert. Denn so lange eine Volkswirtschaft funktioniert, kann man eine Rente zahlen. Und wenn alle in einen Rententopf einzahlen, spielt es überhaupt gar kein Rolle, ob die Anzahl der Rentner zunimmt oder nicht.

 

Bleibt am Ende, nur noch eine einzige Frage zu stellen: Wollen wir das, oder wollen wir das nicht?