Windows-Festplatte sichern

22. Oktober 2020

#!/bin/sh
#see https://unix.stackexchange.com/questions/492773/compressing-and-decompressing-dd-image-zstd-instead-of-gzip

DEV=/dev/sdb
IMG=/run/media/tfl/Inatek/backup/w10.img.zstd

# Backup
# Ab Kompressionsstufe 5 bricht der Datendurchsatz so dermassen ein,
# das das nicht mehr benutzt werden kann. Stufe -4 ist auf diesem Rechner
# das praktikable Maximum. Damit sind noch um die 200MB/s möglich.
# Ab Stufe 5 komme ich kaum über 75MB/s
pv <$DEV | zstd -4 >$IMG

# Restore
#zstdcat $IMG | pv >$DEV

Man kann sicher auch lzma oder xz als Kompressionsalgorithmus benutzen - aber ohne geht es nicht 😇 So kann ich von Linux aus ganz bequem nebenbei ein Backup der gesamten Windows-Platte [1] ziehen. Aber auch, wer eine Dualboot Umgebung auf der gleichen Platte benutzt, kann das einfach anpassen und nutzen. Mit dem Parameter -4 kann ich die Daten soweit komprimieren, das ich keine spürbaren Performance-Einbußen habe.

 

Mein i5 aus 2015 hat da sicher einiges zu tun aber ich bemerke beim Starten und Bedienen von Programmen keinerlei nennenswerten Unterschiede zu einer weitgehend ruhenden Systemumgebung (was auch nicht anders zu erwarten ist: der stressige IO findet andernorts statt).

 

  • Ich kann in HD streamen
  • das Starten von Software-Brocken wie Firefox, Thunderbird oder Android Studio verlangsamt sich nicht messbar

 

Mit den hier gezeigten Parametern und Programmen brauche ich für meine 256GB Windows-Platte, die zu ca. 75% belegt ist, um die 20 Minuten, um sie auf eine externe USB3-Platte zu sichern. Das Restore dürfte ähnlich schnell bzw. langsam ablaufen. Das kann ich aber noch nicht sagen, da ich bisher immer mit Drivesnapshot von einem Windows PE (also vom Stick aus) gesichert (und einmal restored) habe. Allerdings ist es Zeitverschwendung, extra von einem Stick zu booten um eine HDD/SSD zu sichern, wenn man eh schon eine Offlinesicherung dieser Platte machen könnte, weil diese eh nicht in Betrieb ist.

 

 

[1] Ich brauche ein Windows-System. Es gibt halt Software, für die es unter Linux kein Äquivalent gibt. Und wer für Windows Software entwickeln will, der sollte das System auch benutzen (und einigermaßen auch verstehen)